Was tun, wenn die Toilette stinkt?

Wie hartnäckige üble Gerüche vom stillen Örtchen fernzuhalten sind

Untersuchungen haben ergeben, dass die Toilette einer der meist frequentierten Räumlichkeiten in deutschen Haushalten ist. Sechs- bis siebenmal benutzen wir diese täglich und für 43 % der Landsleute sind Bad und Toilette der Lieblingsort in der Wohnung. Viele beschreiben das WC als idealen Rückzugsort. Nun bieten Bad & WC als Feuchtgebiete Nummer eins, optimale Bedingungen für Schimmelbildung und insbesondere im Abflusssystem des Toilettenbereichs entstehen oft üble Gerüche. Viele greifen dann direkt zur chemischen Keule und im Drogeriemarkt werden unzählige Lösungen angeboten. Vom Duftstein über Tabs bis zum Spezialreiniger ist für gutes Geld alles zu bekommen, was der Toilette ein florales und natürliches Aroma bescheren soll. Die verschiedenen Mittelchen überdecken allerdings nur oberflächlich den Gestank. Sie sind meist hochtoxisch und äußerst schädlich für Gesundheit und Umwelt.

Oftmals haben die üblen Gerüche einen tieferen Ursprung und wer den Kanalgestank aus der Toilette entfernen will, sollte der Sache auf den Grund gehen. Wir werden sehen, wie man die Gerüche beseitigt und wie man sie nachhaltig aus dem Toilettenbereich fernhält!

Ursachen für anhaltenden Kanalgestank in der Toilette

Wenn die Toilette trotz regelmäßigen Putzens und Lüftens immer noch übel riecht, liegt die Ursache tiefer. Urin, Schmutz, Fett, Haare und Papierreste können sich in den Rohren ablagern. Dadurch wird der Wasserdurchfluss gebremst und mit der Zeit fangen diese Ablagerungen an zu stinken. Bei dieser Ursache kann mit einer Spirale aus dem Baumarkt Abhilfe geschaffen werden.

Die Abwasserrohre eines Hauses münden alle in der Kanalisation und sind miteinander verbunden. Bei mangelnder Entlüftung des Systems werden die üblen Gerüche angesaugt und treten über die Toilettenschüssel in den Wohnbereich ein. Oft passiert das, wenn das Sanitärsystem nicht fachmännisch angeschlossen wurde. Bei dieser Problematik sollte ein Klempner hinzugezogen werden. 

Der Siphon dient als Geruchsverschluss. Ist er verschmutzt oder defekt bzw. ausgetrocknet, empfiehlt sich die Reinigung oder ein Wechsel. Wenn die Toilette schon älteren Datums ist, können sich Haarrisse im Porzellan gebildet haben. Die belastete Feuchtigkeit versickert darin und selbst mit intensivem Schrubben ist diese Ursache dann nicht mehr zu bekämpfen und die Anschaffung einer neuen Schüssel in Erwägung zu ziehen. Sollte die Toilette mit einem Spülkasten ausgerüstet sein, muss auch dieser turnusmäßig gereinigt werden. Verschmutzungen und Algenbewuchs sorgen mit der Zeit für einen eigentümlichen Geruch. Zu guter Letzt ist zu beobachten, ob das Toilettensystem nicht an einer kleinen Stelle undicht ist. Diese kann kaum sichtbar sein, und doch setzt sich der Ausfluss im Silikon und Fugenkitt fest und verströmt mit der Zeit einen üblen Gestank!

Vorbeugende Maßnahmen, um üble Gerüche zu vermeiden

Wenn also die tiefergehenden Ursachen des Toilettengestanks entdeckt und abgestellt wurden, kann es daran gehen, vorbeugende Maßnahmen zu treffen, damit sich das nicht wiederholt. Der Toilettenbereich sollte je nach Gebrauch ein- bis mehrmals die Woche gründlich gereinigt werden. Allein durch diese regelmäßige Reinigung wird größtenteils verhindert, dass die Toilette Gerüche entwickelt. Empfohlen wird, zwei verschiedene Lappen für Brille, Deckel und Außenbereich einerseits und des Innenbereichs andererseits zu benutzen. Oft wird vergessen, schwer zugängliche Stellen wie die Innenseite des Toilettenrands zu putzen. Ein normaler Allzweckreiniger oder sogar Spülmittel sind ausreichend. Periodisch empfiehlt es sich zudem, den Toilettensitz abzuschrauben und die Verbindungen mit der Schüssel zu reinigen, setzt sich doch an diesen versteckten Stellen Urin besonders gerne fest.

Als Wundermittel der Geruchsbeseitigung gelten Essig, Natron und Zitronensaft. Da es erwiesen ist, dass Verschmutzungen bei sofortiger Beseitigung keine üblen Gerüche absondern, sondern erst, wenn die Flüssigkeiten festgetrocknet und von Bakterien befallen sind, ist es dienlich, man wappnet sich mit einer Allzweckwaffe gegen diese Gefahren. Als besonders effizient erweist sich eine Sprühflasche, welche mit einer Mischung aus Wasser, Essig, purem Zitronensaft und etwas Natron gefüllt ist. Mit der Zugabe von ein paar Tropfen ätherischen Duftöls werden mit dieser Mixtur Verschmutzungen sofort entfernt und üble Gerüche nicht mehr spürbar sein. 

Ein letzter Tipp behandelt die Klobürste. Wenn sich im Ständer immer etwas Reinigungsmittel befindet, wird schon mit der Nutzung der Bürste ein Großteil der möglichen Geruchsentwickler eliminiert.